100 Liegestütze

Programm 100 Liegestütze

Pike-Liegestütze

Ein Pike-Liegestütz ist ein Liegestütz mit hoch geschobener Hüfte in einem umgedrehten V, sodass du überwiegend gerade nach unten über deinen Kopf drückst statt nach vorne. Dieser Winkel verlagert die Last weg von deiner Brust und auf die Schultern, was ihn zur besten Körpergewichtsbrücke zwischen einem normalen Liegestütz und einem vollständigen Handstand-Liegestütz macht. Keine Ausrüstung, keine Wand nötig für den Einstieg.

Sportler führt einen Pike-Liegestütz aus, die Hüfte hoch in einem umgedrehten V, und senkt den Kopf zum Boden

So machst du einen Pike-Liegestütz

  1. Beginne in einer Liegestützposition, wandere dann mit deinen Füßen Richtung Hände und hebe deine Hüfte hoch. Dein Körper sollte ein umgedrehtes V bilden.
  2. Strecke deine Beine so weit, wie es deine hintere Oberschenkel zulassen, und lass deinen Kopf natürlich zwischen deinen Armen hängen. Die Hände bleiben etwa schulterbreit.
  3. Beuge die Ellbogen und senke den Scheitel deines Kopfes zum Boden, während du die Hüfte die ganze Zeit hoch hältst.
  4. Stoppe, wenn der obere Teil deines Kopfes knapp über dem Boden ist (oder ihn leicht berührt).
  5. Drücke dich wieder hoch, indem du die Arme streckst, bis du zum hohen umgedrehten V zurückkehrst. Das ist eine Wiederholung.

Beanspruchte Muskeln

  • Schultern (Deltamuskel) — die vorderen und seitlichen Schultern leisten die meiste Arbeit, weil du vertikal drückst.
  • Trizeps — treibt die Ellbogenstreckung aus der unteren Position an.
  • Obere Brust — unterstützt das Drücken im Überkopfwinkel.
  • Rumpf und Trapezmuskel — halten die zusammengefaltete Position stabil und verhindern, dass die Hüfte durchhängt.

Vorteile

  • Baut echte Überkopf-Druckkraft auf, ganz ohne Kurzhanteln oder Langhantel.
  • Der praktischste Zwischenschritt zum Handstand-Liegestütz.
  • Braucht null Ausrüstung und kaum Platz.
  • Leicht nach oben oder unten zu skalieren, sodass er mit dir mitwächst.

Häufige Fehler

  • Absinkende Hüfte. Wenn deine Hüfte absinkt, wird die Bewegung wieder zu einem normalen Liegestütz und deine Schultern hören auf zu arbeiten. Halte sie hoch, gestapelt über deinen Händen.
  • Zu wenig Neigung nach vorne. Deine Hände sollten weit genug vorne sein, dass dein Kopf zum Boden sinkt, nicht vor deine Hände.
  • Abgespreizte Ellbogen. Lass sie bei etwa 45 Grad nach hinten wandern statt gerade zur Seite — das schützt das Schultergelenk und hält das Drücken kräftig.
  • Zu hektisch. Ein kontrolliertes Absenken zählt hier mehr als Tempo. Beherrsche die untere Position.

Schwierigkeit und Steigerungen

Pike-Liegestütze liegen im mittleren Schwierigkeitsbereich. Passe sie an dein Niveau an:

  • Leichter: lege deine Hände auf eine Bank, Stufe oder ein Sofa. Das Erhöhen der Hände reduziert, wie viel Körpergewicht deine Schultern drücken müssen.
  • Standard: Hände und Füße beide auf dem Boden im umgedrehten V.
  • Schwerer: erhöhe deine Füße auf einer Box oder einem Stuhl. Je höher deine Füße, desto vertikaler das Drücken und desto näher kommst du einem echten Handstand-Liegestütz.

Ziele bei den Wiederholungen auf 3 Sätze mit 5–10 sauberen Wiederholungen. Wenn du 3 Sätze mit 12 Wiederholungen kontrolliert schaffst, erhöhe deine Füße oder vergrößere den Bewegungsumfang. Steigere die Höhe schrittweise, statt Zahlen hinterherzujagen.

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